50 Stimmen    -     ein Chorklang

Im Bad Nauheimer Regenbogenchor singen wir in der Regel mehrstimmige Werke sowohl A capella als auch instrumental begleitet. In der Probe übernimmt die Chorleitung die Instrumental-Begleitung, in den Konzerten auch Pianisten oder andere Musiker. 

Unsere Stimmgruppen gliedern sich in die Frauenstimmen Sopran und Alt und die Männerstimmen Tenor und Bass. Gelegentlich teilen sich die Stimmgruppen noch einmal auf, so dass wir auch sechs- oder achtstimmig singen. 

Neben der Arbeit an unseren Konzertprogrammen verbessern wir den Chorklang durch Stimmbildung vor und zusätzlich zu den Proben. Derzeit arbeiten wir mit der Sopransängerin Gabriele Hierdeis zusammen. Informationen über die Arbeit von Gabriele Hierdeis finden Sie hier

Was macht einen guten Chorklang aus? 

Wenn Sängerinnen und Sänger wirklich gemeinsam Musik machen, Konsonanten gemeinsam beenden oder beginnen, gemeinsam atmen, dem Chorleiter folgen, gemeinsam eine Vorstellung vom Stück entwickeln und verfolgen, ein Verschmelzen der Stimmen entsteht und daraus eine Balance, wenn alle aufeinander hören - dann entsteht etwas magisches, eine neue Einheit: ein Klangkörper. aus viele Stimmen. 

Sopran   


Der Sopran als höchste Frauenstimme singt die Melodie. Trotz der Höhe sollte ein guter Sopran nicht schrill klingen, sondern sauber und stabil, um dem Chorklang Glanz zu verleihen. Dafür braucht die Stimme Beweglichkeit, um Melodien frei und leicht zu gestalten. Besonders in der hohen Lage ist saubere Artikulation entscheidend, damit Liedtexte auch beim Publikum ankommen. und auch bei hohen Tönen auch ein Vibrato (ein in der Höhe schwankender Ton) ist unerwünscht. Sopräne spannen Bögen und gestalten Dyn amik und fügen sich dennoch in den gemeinsamen Chorklang ein.

Alt


Der Alt ist die tiefe Frauenstimme, die mit einem warmen, runden und eher dunklen Klang den hellen Sopran trägt, ohne ihn zu übertönen. Hierfür ist oft eine entspannte Kehlkopfposition hilfreich. Bei Pop- und Gospel übernimmt der Alt oft rhythmisch präzise Aufgaben, die das Lied stützen. Altstimmen müssen oft harmonisch anspruchsvolle, innere Stimmen singen, die nicht immer die Melodie führen. Sichere Intonation – auch bei engen Intervallen – ist entscheidend, um Akkorde sauber klingen zu lassen. Der Alt muss flexibel sein, um gelegentlich über den Sopran hinauszugehen und sauber intonieren, damit auch in tieferer Lage der Text nicht untergeht. 

Tenor


Der Tenor ist die hohe Männerstimme und zugleich neben dem Alt die zweite Mittelstimme. Denn beide Stimmen werden gerahmt von Sopran und Bass. Im Tenor wünscht man sich einen strahlenden Klang. Der Tenor kann den Chorklang somit veredeln und in der Höhe charakteristische Power entwickeln. Oft hat die Tenorstimme eine musikalische Eigenständigkeit. Hierbei setzen hohe Töne eine gute Technik voraus, also saubere Intonation und Sicherheit auch bei längeren Phrasen.

Bass 


Der Bass ist in jeder Hinsicht das Fundament des Chores. Er singt meistens den tiefsten Ton und definiert damit die Akkordstellung. Es ist nur natürlich, dass man im Bass gerne runde sonore Stimmen hört. Zuverlässigkeit in Intonation und Rhythmus sowie eine bewusste Gestaltung der tiefen Frequenzen sind die Kernanforderungen. Erwartet wird ein satter, dunkler und warmer Klang, der die Harmonie trägt, ohne dumpf oder langweilig zu klingen. Gerade in den tiefen Lagen ist Volumen gewünscht. Quarten- und Quintensprünge müssen präzise gesungen werden. Hilfreich ist ein gutes Gefühl für Rhythmus